Charta
Aus Freakipedia
Charta der Jesus Freaks Deutschland (Stand: 28.10.2007, vorläufig mit Anmerkungen vom Charta-Treffen)
Im folgenden ist ein Charta-Entwurf (Stand 28.10.2007) der Jesusfreaks-Deutschland zu sehen, der auf dem Charta-Treffen erstmals vorgestellt wurde und zur Zeit zur Diskussion gestellt ist.
pdf-Dokumente
- Charta Bild:Charta.pdf
- Strukur Bild:Struktur.pdf
zukünftige JFD-Struktur (Stand 28.10.07)
Inhaltsverzeichnis |
Einleitung
Liebe Konzilteilnehmer, hier sind sie – die zusammengefassten und verdichteten Ergebnisse des Ersten Konzils der Jesus Freaks Deutschland.Diese Charta beinhaltet eine Art Selbstverpflichtung oder Satzung. Noch ein paar Worte zu unserer Arbeitsweise: Als gewählte Vertreterinnen und Delegierte des Konzils waren wir als Konzil-Umsetzungs-Team so unterschiedlich, wie man es sich nur vorstellen kann – und in diesem Sinne wirklich ein Spiegel der gesamten Bewegung. Unsere Aufgabe war es, den auf dem Konzil entstanden Reader, in dem sich alle 30 Protokolle der einzelnen Arbeitsgruppen befanden, so zusammen zufassen, dass die teilweise sehr unterschiedlichen Ansätze und Ergebnisse zu einer Charta verdichtet und anschließend natürlich auch umgesetzt werden können. Dabei haben wir mit Gott und viel Gebet so lange nach Einheit gesucht, bis eine für alle tragfähige Entscheidung zu einem bestimmten Punkt zustande gekommen war. Doris Braselmann hat unsere Arbeitswochenenden moderiert und uns in diesem Prozess begleitet. An dieser Stelle geht unser Dank an sie für ihre sehr große Unterstützung und Hilfe, sowie für ihr (auch seelsorgerliches) Mit-Tragen. Wir haben uns immer wieder sehr viel Zeit genommen, alle Prophetien, Bilder und Eindrücke zum Konzilprozess intensiv durch zuarbeiten, damit Gott uns seine Perspektive auf die Dinge gibt. Ebenso haben wir sehr viel Zeit auf das Gott-Hören und Stille-Suchen verwendet. Diese Entscheidung für das Gott-Suchen, trotz all des Zeitdrucks, den wir hatten, hat unsere darauf folgende Suche nach Einheit sehr erleichtert und geprägt. In den anschließenden Arbeitsphasen hatten wir das Gefühl, dass wir gerade erleben, wie Gott uns Einheit schenkt. Nicht auf der Basis von Kompromissen, bei denen jeder Abstriche von seiner Meinung macht, sondern auf der Basis von Gottes Heiligem Geist, der es uns ermöglicht, aus unseren eigenen Gedankensystemen herauszukommen und ihn und einander wirklich zu verstehen. Natürlich haben wir in diesem Prozess auch uns selbst mit unseren persönlichen Meinungen und Verständnissen sehr stark eingebracht. Wir haben jedoch versucht, immer klar zu trennen zwischen dem, was in den einzelnen Protokollen der Konzilteilnehmer stand und zwischen unserer persönlichen Einstellung. Dort, wo die Protokolle geschwiegen haben, kamen unsere persönlichen Prägungen in aller Vielfalt zum Tragen. Wo es nicht möglich war, eine einheitliche Entscheidung zu treffen, haben wir anfangs die einzelnen Punkte aus den Protokollen beiseite gelegt ... auf eine große Frageliste und sie im Zwischenbericht auf dem Freakstock auch offen als strittige Punkte präsentiert. In all den Spannungsfeldern verschiedener Ansätze suchten wir intensiv nach Orientierung bei Jesus. Oft standen wir ahnungslos da und legten Jesus immer wieder alles vor die Füße. Und das Spannende ist, dass Jesus uns am Ende unseres Arbeitsprozesses tatsächlich Einheit über alle ehemals strittigen Punkte geschenkt hat. Nun wollen wir dir – als Teil von Jesus Freaks Deutschland – als Teil des Leibes Christi – und als Delegiertem deiner Region/Gemeinde diese Charta zurückgeben und wünschen uns, dass du mit ihr zu Gott gehst und dich mit Jesus und anderen Menschen darüber austauschst, dass du dich mit deinen Wünschen, Bedenken und Bedürfnissen in diese Charta mit einbringst und sie veränderst, wenn es notwendig ist... damit sie trägt. Dem Gott der Liebe, der uns geholfen und uns getragen hat, sei großer Dank und alle Ehre!
Präambel: Was wir glauben
Das Zentrum
Grundlage unseres gesamten Glaubens ist die Bibel. Für uns gilt: die ultimative Wahrheit über Gott und das Leben steht in greifbarer Form da drin. Alles messen wir da dran und nirgendwo anders. (Hebr. 4,12-13)
Aber: Nicht das Buch ist unser Gegenüber, sondern der, der es in Auftrag gegeben hat. Wir suchen die Realität dessen, von dem die Bibel der Niederschlag ist. (2.Tim 3,16)
Unser Glaube
Wir glauben an den einen, ewigen Schöpfergott, der als eine geheimnisvolle Dreieinheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist existiert und sich uns als ein persönlicher Gott offenbart. (Eph. 4, 5-6)
Wir glauben, dass Gott sich endgültig in Jesus Christus geoffenbart hat, seinem einzigen Sohn. Durch ihn können wir begreifen, wie Gott wirklich ist: vollkommene Liebe, die sich bis zum Letzten aufopfert, damit Menschen, die ihn abgelehnt oder ihn schlicht ignoriert haben, seine Kinder werden können. (1.Joh 5,20 ; Jes. 53, 4-6)
Darin verstehen wir übrigens auch unseren Auftrag. Was Jesus begonnen hat und von seinen ersten Jüngern übernommen wurde, wollen wir fortführen. Wir wollen Menschen rufen, durch Jesus Gottes Kinder zu werden und ein wirklich anderes, neues Leben geschenkt zu bekommen. (Mt. 28, 19-20)
Unsere Botschaft ist
Es gibt einen Gott. Dieser Gott ist Liebe. Alles was er tat und tut, geschieht aus Liebe. Um uns zu schützen, hat er seinen Willen ganz klar in unser Gewissen und schwarz auf weiß in die Bibel geschrieben. Jeder Mensch hat mit seinem Leben Gottes Liebe ignoriert, ihn abgewiesen und sich selbst und seine Mitmenschen verletzt. Dadurch hat sich jeder von Gott isoliert und sich selbst dem Tod ausgesetzt.
So unbequem das auch ist: Es wird eines Tages für jeden eine Gerichtsverhandlung geben, und jeder ist allein voll verantwortlich für das, was er mit seinem Leben gemacht hat. (Röm 8, 21-23 ; Offb 20, 11-12) Gott, unser liebender Vater, sehnt sich danach, uns vor einer Verurteilung zu schützen und verurteilte stellvertretend für uns seinen Sohn. Wenn wir das begreifen und den Freispruch durch die Verurteilung von Jesus annehmen, werden wir aufgenommen in Gottes Familie.
Dieser Jesus, der für deine Schuld gestorben ist, blieb nicht tot. Drei Tage später wurde er durch Gottes Macht wieder lebendig und von vielen Zeugen gesehen. Das ist der Beweis einer Kraft, die stärker ist als der Tod. Jeden, der an ihn glaubt, lässt er als freies Geschenk durch die Person des Heiligen Geistes erfahrbar an dieser Kraft teilhaben. So real, dass er selbst in dir lebt. (Joh 11, 25-26)
Was Gott schenkt, hat nichts damit zu tun, dass du religiös und traditionell werden muss. Es hat überhaupt gar nichts mit deiner Leistung zu tun, ganz im Gegenteil: Wenn du dich Jesus einfach vertrauensvoll überlässt, so wie du bist – die Bibel nennt das “Glauben” – gehört es sofort dir und wird lebendige Wirklichkeit für dich, für den Rest deines Lebens und bis in die gesamte Ewigkeit. (Joh 20, 31)
Das ist unser Glaube, unsere Hoffnung und unsere Kraft. Das ist das wirkliche Herzstück. Hier machen wir keine Abstriche. Wir haben es erlebt und bezeugen es mit unserem Leben, dass dieses Evangelium rettet, Gott zur Ehre.
Anmerkungen:
- Gemeinschaft der Heiligen
- Relativierung als Momentaufnahme
- wir richten die Maßstäbe und Werte unseres Lebens an der Bibel aus
- „so unbequem es auch ist...“ von Botschaft nach Glauben verschieben
- Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben....
- Gewissen von Gott geprägt aber nicht ausschließlich (bei unserer Botschaft)
- Beziehung zum restlichen Leib evtl in Glauben kopieren/verschieben
3. VISION und WERTE
Wir folgen Jesus und an ihm hängt unser Herz. PUNKT
Identität Jesus Freaks: Bewegung, Gang, Familie
Was uns zusammenhält sind weder gleiche Lebens- und Musikstile noch gemeinsame theologische Lehrmeinungen.
Uns verbindet die erlebte Liebe unseres genialen Gottes. Er demonstriert an einem Haufen völlig unterschiedlicher Freaks, dass ER durch Ergänzung Einheit in gigantischer Vielfalt schaffen kann – nicht auf Kompromiss-, sondern auf Wunderbasis.
Wir sind überzeugt davon, dass der Jesus, der uns errettet hat, größer ist als unsere konkurrenzgeprägte Welt, in der Individualität oft gegen Gemeinschaft ausgespielt wird. Dies kann und will Jesus heilen und seinen Leib in Einheit und Vielfalt wiederherstellen. Wir fühlen uns von Gott genau in dieses Spannungsfeld zwischen sich scheinbar ausschließender Andersartigkeit und genialer Ergänzung gestellt.
Auf der Suche nach dem „Ort“, wo jeder mit Recht sagen kann: „Hier kann ich mit Jesus so sein, wie ich bin, ohne Masken, ohne mich zu verstellen” sind wir angetrieben von einer Art heiliger Unzufriedenheit.
Jesus ist mit uns auf dem Weg. Wir sind unfertig und in ständiger Veränderung. Gott selbst und das Netz, das ER zwischen uns spinnt, bieten uns die nötige Stabilität und damit auch die Möglichkeit zu Veränderung.
Als Einzelne, aber auch als Gemeinden, Regionen und selbst auf internationaler Ebene spüren wir, dass Gott uns auf besondere Weise mit Menschen zusammen stellt und verbindet. Hier wollen wir uns unterstützen und uns fördern.
Als „Jesus Bewegung“ wollen wir Leute ermutigen, ihre eigenen Gemeinden zu starten, mit ihrem Background, ihrem Stil und in ihrer Kultur.
Kreativ und Innovativ
Wir wollen dazu ermutigen, Neues auszuprobieren und Kreativität in allen Bereichen leben. Fehler gehören dazu und ganz natürlich zu jedem Lernprozess. Wir wollen lernen mit Fehlern transparent und konstruktiv umzugehen.
hot and spicy
Wir sehen uns von Gott in unser Umfeld, unsere Kulturen und in unsere Gesellschaft gestellt. Wir wollen hier aktiv mitgestalten, voneinander und von anderen lernen, protestieren wo nötig und helfen wo möglich.
Unser Umfeld soll durch uns mit dem auferstandenen Jesus bekannt gemacht werden. Wir wollen für Menschen aller (Sub-)Kulturen gleichermaßen offen sein, weil alle Menschen von Gott gleich geliebt werden.
Wir glauben, dass Jesus sich im besonderen Maße den an den Rand Gedrängten und Ausgegrenzten zugewandt hat. Als Jesus Freaks wollen wir so leben, wie Jesus es vorgelebt hat. Jeder kann so kommen, wie er ist, egal welchen sozialen Hintergrund er hat.
Wir wollen durch unser Leben Hinweis auf Jesus sein, ... mal provokant, mal leise aber immer radikal und authentisch.
Unsere Vision ist es, dass in unserem Land, in Europa und überall auf der ganzen Welt, unsere Generation für Jesus aufsteht, da für sie ein kompromissloses Leben mit Jesus das coolste, heftigste, intensivste und spannendste überhaupt ist.
An der Liebe...
Oft scheinen wir als Christen meilenweit davon entfernt zu sein, an der Liebe untereinander erkannt zu werden. Da dies aber Jesus ́ Sehnsucht ist, werden wir uns weiterhin mit aller Kraft danach ausstrecken, damit er groß gemacht wird.
Wir als Jesus Freaks verstehen uns als Teil der weltweiten Gemeinde Gottes. Wir haben viel zu geben und vieles, was andere haben, brauchen wir dringend. Als Teile eines Leibes sind wir aufeinander angewiesen.
update und download
Wir wissen, dass sich Dinge verändern können und dass Gott in Bewegung bleibt. Als Jesus Freaks wollen wir mit unserer Vision an Gott dran bleiben und uns ständig neu inspirieren lassen.
4. Leitung
Einleitung
Die Bibel gibt uns nicht die eine wahrhaftige Möglichkeit, wie Leitung im Einzelnen aussehen soll. In der Bibel sind Leitungsstile sehr unterschiedlich und vielfältig. Sie hängen einerseits von der Persönlichkeit des Leiters und andererseits von den aktuellen Bedürfnissen der Geleiteten ab. Gott hat die unterschiedlichsten Menschen und Leitungsarten benutzt um zu leiten. Folgende Aufforderung von Paulus an die Gemeinde betrifft jedoch erst recht das Thema Leitung. Phil 2,3+4: “Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst. Denkt nicht nur an eure eigenen Angelegenheiten, sondern interessiert euch auch für die anderen und für das, was sie tun” (Neues Leben). So soll ́s sein.
Ziele
1. Tim 1,5 Das Ziel der Unterweisung ist Liebe aus reinem Herzen, gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.
Ziel von Leitung ist es, Menschen in eine immer engere, lebendige Beziehung zu Jesus Christus zu führen.
Dieses Ziel bedeutet, Menschen darin zu fördern, – auf der Basis der Schuld vergebenden und heilenden Liebe des Sohnes Gottes – Gott, andere Menschen und sich selbst lieben zu lernen.
Da die Liebe nicht das Ihre sucht und folglich den anderen höher achtet als sich selbst, muss es Ziel von Leitung sein, Menschen in ihrem Wachstum, in ihrer geistlichen Reife, in ihren Fähigkeiten und in ihrer Mündigkeit zu fördern.
Leitung gibt damit konsequenterweise zunehmend Kompetenzen und Verantwortung an die Geleiteten ab.
Der Weg
...die Liebe als Prüfkriterium
Da die Liebe zu den Menschen das Kernwesen unseres himmlischen Vaters darstellt, sind auch seine Leiter bemüht, sich (durch den Heiligen Geist) in allen Entscheidungen von der Liebe leiten zu lassen und alles an der Liebe zu prüfen.
Leitung wird niemals herrschen, also Zwang auf Menschen ausüben, sondern ist stattdessen Diener. Sie sorgt also – dem Willen Gottes folgend – für die Erfordernisse der Gemeinde.
Lukas 22,26 “Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Kleinste und der Führende soll werden wie der Dienende.”(Einheitsübersetzung) Nur dann, wenn Menschen sich selbst und andere zerstören, weil jeder der größte sein und den anderen für sich benutzen (= beherrschen) will, muss Leitung situationsbedingt mit Autorität ein- und durchgreifen.
Da aber, wo Menschen sich gegenseitig groß machen und Mündigkeit zunimmt, kann und sollte Leitung mehr und mehr Verantwortung abgeben und die Geleiteten zunehmend in Leitung und Entscheidungsfindung einbeziehen.
Die Kompetenzen (Gaben) dienen einander
Es gibt verschiedene gottgegebene Kompetenzen (Potentiale, Gaben, Fähigkeiten) in verschiedenen Bereichen. Die Leitung in jedem einzelnen Bereich fördert andere Mitglieder des Kompetenzbereiches, bis sie mündig werden und möglicherweise über den Leitenden hinauswachsen.
Die verschiedenen Kompetenzbereiche dienen einander, leiten und ergänzen sich gegenseitig. Dabei kommen die eingangs erwähnten unterschiedlichen Leitungsstile und -persönlichkeiten zum Tragen, um Geleitete bestmöglich auszurüsten und ihnen zu helfen, in ihre Berufung zu gelangen. Leiter sind Impulsgeber, Richtungsweiser und Vorangehende in die Nähe zu Jesus.
Fördern und ermutigen
Leiter fördern und ermutigen die zu leitenden in aller Demut und in dem Wissen selbst Geleitete zu sein und gemäß ihres eigenen Alters und des daraus resultierenden Beziehungsgefüges. (1. Tim. 5,1+2)
Den Leitern ist bewusst, dass sie in eine fremde Beziehung hinein sprechen (die Beziehung zwischen Jesus und dem Geleiteten) und üben sich dementsprechend in der nötigen Zurückhaltung. Vertrauen soll in allen Beziehungen wachsen und dementsprechend vor gelebt werden. Dabei werden Fehler als Teil des Reifungsprozesses gesehen.
Verantwortung und Transparenz
Das höhere Maß an Verantwortung, verlangt ein höheres Maß an Transparenz und Kommunikation bei Leitern. Leiter sind bereit, ihr eigenes Leben dauerhaft zu reflektieren und stellen sich der Beurteilung von außen. Bezüglich ihres eigenen Lebens sind sie auf permanente Kurskorrektur angewiesen und sind sich bewusst über die weitläufigen Folgen ihrer Handlungen. Neben der Verantwortung für ihr eigenes Leben, tragen Leiter mit an der Verantwortung für das Leben anderer und beherzigen den Rat aus 1.Tim. 4,16 : Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre! Verharre darin. Wenn du das tust, wird es sowohl dir als auch denen, die dich hören, zum Heil gereichen. Grundvoraussetzung für Leitung ist die Freiwilligkeit des Geleiteten.
Voraussetzungen für Leitung
Die Leiterpersönlichkeit
Gute Leiterpersönlichkeiten sind nach 1. Tim. 3,2-7 Menschen, die selbst reif und mündig im Glauben und dadurch Vorbilder sind. Sie sind Gott gegenüber gehorsam, nüchtern und gerecht im Urteil, besonnen und charakterfest, freundlich und friedliebend und nicht habgierig. Sie machen ihren Selbstwert nicht von ihrer Position als Leiter abhängig.
Wir wollen beide Geschlechter ermutigen, in Leitungsverantwortung zu treten. Gott hat uns nach seinem Ebenbild geschaffen, als Mann und Frau. Wenn nur die eine Hälfte vom Ebenbild Gottes in einem Bereich repräsentiert ist, dann fehlt die andere Hälfte.
Leiter sind Menschen, die sowohl durch Gott als auch durch die Reflexion durch andere Menschen (auch die Geleiteten) korrigierbar bleiben. Leiter sind beziehungs- und kommunikationsfähig. Deshalb sind sie in einem gesunden Maße transparent in Bezug auf ihr Leben, auch das Privatleben. Das Hineinwachsen in diese Charaktereigenschaften ist ein ständiger Reifungsprozess der nie abgeschlossen ist.
Berufung von Leitern / Einsetzung
Berufen werden Menschen immer von Jesus – unabhängig vom aktuellen Stand ihrer Entwicklung. Wir sind alle zu Nachfolgern Christi berufen. Aber weil es Gottes Wille ist, uns mit verschiedenen Gaben, Möglichkeiten, Wünschen und einem freien Willen zur Auslebung dieser Gaben auszurüsten, sieht Gottes Berufung für die Einzelnen verschieden aus (1.Kor. 1,9 & Apg.13,2 & 1.Kor. 1,1). Auf diese Weise sind wir von Gott zu verschiedenen Aufgaben ausgerüstet. Diese Berufung muss vom Berufenen selber und von anderen Menschen erkannt, bestätigt, akzeptiert und selbstverständlich ausprobiert werden.
Zur Leitung Berufene haben die Verantwortung vor Jesus, gemäß ihrer Berufung zu agieren und los zugehen.
Dabei sprechen die Geleiteten den Leitern das Recht zu, sie prägen zu dürfen. Dies geschieht zunächst einfach durch Akzeptanz und kann darüber hinaus durch die Einsetzung in ein Amt geschehen.
Für die Geleiteten (1.Thes 5,12-21)
Wir wollen unseren Leitern Vertrauen und liebevolle Achtung entgegen bringen, weil sie sich in besonderem Maße für uns als Geschwister einsetzen.
Wir wollen uns tatkräftig bemühen, unsere Leiter auf allen Gebieten zu unterstützen. Wir tragen für sie Verantwortung in Gebet und Fürsorge und sind vergebungswillig bei Fehlern. Gelegenheiten, durch die wir mit unseren Gaben und Fähigkeiten den Leitern Aufgaben abnehmen und sie entlasten können, wollen wir erkennen und nutzen.
Wir sorgen auch durch finanzielle Hilfe für unsere Leiter, soweit diese aufgrund ihrer Arbeit darauf angewiesen sind.
Wir wollen uns unseren Leitern vertrauensvoll unterordnen und ihnen als Geschwister mit Ermutigung, Reflexion und wo nötig auch mit konstruktiver Kritik zur Seite stehen.
Wir wollen alles was durch Leitung geschieht mit Hilfe des Heiligen Geistes und anhand der Bibel prüfen.
Wir wollen unsere Leiter entlasten, indem wir Verantwortung übernehmen. Auf diese Weise sorgen beide, Geleitete und Leiter, dafür, dass alle gemeinsam zunehmend in die Mündigkeit und ggf. in Leitungsaufgaben hineinwachsen können.
5. Modellbausteine
Im Folgenden werden Werkzeuge und Bausteine benannt, die bei der Umsetzung von Ideen aus der Charta hilfreich sein können, ohne schon an ein bestimmtes Strukturmodell gebunden zu sein.
Teamarbeit und Teamleiterschaft
Wir sprechen uns auf allen Ebenen für Teamarbeit aus. Gott hat uns bewusst so geschaffen, dass wir auf die Ergänzung anderer angewiesen sind. Ein Team kann sich nicht nur in seinen Gaben und Fähigkeiten ergänzen, sondern die Arbeit verteilt sich auf mehrere Schultern. Teammitglieder können sich gegenseitig ermutigen, ermahnen und aufeinander achten.
Umgang mit Ressourcen
Es soll nur mit dem Aufwand an Kraft, Zeit und Gaben gearbeitet werden, die wirklich vorhanden sind. Aber letztendlich sollen nicht Umstände und Sachzwänge entscheidend sein, sondern allein Jesus. Wenn er uns herausfordert, im Vertrauen auf ihn vorwärts zu gehen, wird er uns alles geben, was wir brauchen.
Rotation und dynamische Teamleitung
Situationsbezogen können verschiedene Gaben Einzelner im Team besonders wichtig sein. Diese Einzelnen werden in diesen Situationen folglich besonders prägen und leiten. Innerhalb eines Teams kann Rotation von Leitung Kraft sparen und dazu beitragen, dass Feuer, Dynamik und Lebendigkeit erhalten bleiben. Wie bei Gänsen zum Beispiel, die in V-Formation fliegen, die Spitze wechselt, so kann bei sich verändernden Situationen die Leitung innerhalb eines Teams dynamisch rotieren. Wenn die vordere Gans ihre Position verlässt, verlässt sie das Team nicht, sondern reiht sich an anderer Position in das Team ein. Entweder tritt dann ein anderer Leiter aus dem Team nach vorne oder das Team leitet gemeinsam. Wann immer ein Wechsel für die Geleiteten sinnvoll ist, sollte er vollzogen werden.
Modell aus Apg. 6
Wie in Apostelgeschichte 6 muss ein (Leitungs)Team seine eigentlichen Aufgaben genau kennen. Dafür sind klare Aufgabenbeschreibungen notwendig. Treten Situationen auf, die die Durchführung dieser Aufgaben erschweren oder sogar verhindern, sollten Aufgaben schnellstmöglich an Menschen delegiert werden, die ein Herz und eine Gabe dafür haben. Es sollten Personen nach den Kriterien aus Apg. 6 gesucht werden, “die einen guten Ruf haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind”. Diese Personen können von allen vorgeschlagen und gewählt werden und werden durch die Leitung eingesetzt. Doppelbelastungen von Menschen, die bereits in Verantwortung stehen, sollten dabei vermieden werden.
Kommunikation und Transparenz
Eine für alle zugängliche interaktive Kommunikation, die Vertrauen aufbaut und ein Mitmachen (Partizipation) erleichtert,erfordert Transparenz in Bezug auf die Zusammensetzung und Arbeit von Teams.
Dies könnte durch die Veröffentlichung von Arbeitsberichten und Ergebnisprotokollen ermöglicht werden. So wird einerseits eine Partizipation/Teilhabe aller an Entscheidungen und andererseits eine kontinuierliche Selbstreflexion ermöglicht. Zusätzlich kann dies durch ein der gesamten Bewegung zur Verfügung stehendes Kommunikationsteam erleichtert werden.
Unsere Bewegung steckt voller Kommunikationspotential (Moderatoren, Mediatoren, Presseleute, http://news.jesusfreaks.de, Der Kranke Bote), das darauf wartet, entfaltet zu werden. Dieses Potential gilt es zu vernetzen und zu fördern.
Berufung, Bestätigung und Amtszeit
Wir gehen davon aus, dass Leiter von Gott berufen und von Menschen bestätigt werden. Dies kann auf verschiedene Art und Weise geschehen, wie z.B. Prophetische Worte, Wahlen, Ernennung. Menschen, Lebensumstände und damit Ressourcen verändern und entwickeln sich. In regelmäßigen Abständen sollte es den Leitern und Geleiteten möglich sein, sowohl die Berufung als auch die Bestätigung zu hinterfragen.
...watch and grow
Wir wollen alle Möglichkeiten für persönliche, individuelle aber auch gemeinsame Weiterentwicklung nutzen.
Dies kann auf der personellen Ebene durch das Angebot von Mentoring und Supervision erreicht werden. In Bezug auf unsere gesamte Arbeit soll ein kontinuierliches Qualitätsmanagement (klare Zieldefinitionen und Überprüfung der Ergebnisse) dies unterstützen.
Umgang mit Problemen
Bei Problemen untereinander wollen wir es mit Matthäus 18, 15-20 halten: “Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein! Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde! Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde; wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner! Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr etwas auf der Erde bindet, wird es im Himmel gebunden sein, und wenn ihr etwas auf der Erde löst, wird es im Himmel gelöst sein. Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.”
Arbeitsbereiche
Was wir haben oder brauchen
Beim Betrachten unserer Bewegung stellen wir fest, dass viele Arbeitsbereiche bereits existieren,von AA (Anonyme A...), über Dreamteam, Drogenarbeit, Evangelisation, Gebet, Kunst, Lobpreis, Laud Music, Predigt, Lehre, Prophetie, 2T22 und WWPS bis ZZ (Zugeknöpfte Zyniker). Aus den Protokollen ergibt sich weiter ein Bedarf an Familienarbeit, Kommunikation, sowie Mentoring und Konfliktberatung.
Durch die in anderen Ländern vermehrt aufflammende Vision der Jesus Freaks begegnet Jesus Freaks Deutschland den Freunden in anderen Ländern auf gleicher Augenhöhe. Insofern brauchen wir auch einen Arbeitsbereich, der sich um Vernetzung und Intensivierung dieser internationalen Beziehungen kümmert.
Wie wir die Arbeitsbereiche organisieren können
Gleichgesinnte und -begabte vernetzen sich automatisch. Wenn uns Jesus begabt oder ein bestimmtes Thema besonders aufs Herz legt, kann dadurch sein ganzer Leib gepflegt werden. Wenn wir auf einem bestimmten Gebiet großes Entwicklungspotential oder Handlungsbedarf für das Reich Gottes sehen, dann werden wir – im besten Fall zusammen – aktiv. Den in den Arbeitsbereichen formulierten Bedürfnissen kann auf zwei unterschiedlichen Arten begegnet werden:
”Pools”
Einerseits sollten Gleichgesinnte in einer Weise vernetzt zusammenarbeiten, die Jedem leichten Zugang zur Interessens- und Gabengemeinschaft gewährt.
Nennen wir das einfach mal einen “Pool”, in dem Leute mit ähnlichen Gaben und Fähigkeiten sich tummeln und spielerisch entwickeln. Die geballte Leidenschaft, Begabung und Erfahrung auf einem Gabengebiet ist auf diese Weise leicht zu lokalisieren. In so einen Pool kann man hineinspringen, vom Beckenrand aus nachfragen, sich erfrischen/dienen lassen und sich von Erfahrenen mit derselben Gabe trainieren lassen.
Pools sollen transparent sein – wer schwimmt schon gern in trüber Brühe? Protokolle sollen ins Netz gestellt und gesammelt werden. Neulinge können leicht in den Pool einsteigen. Manche Pools gibt es längst – eventuell unter anderem Namen. In ihnen tummeln sich Lehrer, Seelsorger, Propheten, Künstler...
Andere Pools tauchen einfach irgendwann auf, wie das Interesse am Inhalt des Pools. Z.B. hat unsere Bewegung viele Kinder und Familien, sodass ein Familienpool heute wichtiger ist, als noch vor ein paar Jahren. Weil das viele Jesus Freaks so empfinden, tun sie sich zusammen. Pools beeinflussen unsere Bewegung maßgeblich auf ihrem bestimmten Gaben- und Interessensschwerpunkt, weil sich darin unser Gabenschatz konzentriert. Auch hier ist es wichtig, dass mit der Ausübung der Gabe die charakterliche Reife und geistige Mündigkeit der Poolmitglieder einhergeht und gefördert wird.
Arbeitskreise
Andererseits sollte es für bestimmte Aufgaben feste Arbeitskreise von ernannten Mitgliedern mit bestimmten Kompetenzen und einem konkreten Auftrag geben. Anlässe für die Bildung eines Arbeitskreises könnten sein:
- Delegierung von Aufgaben eines Leitungsteams
- Start eines nötigen Pools
- die Aufgabe beinhaltet rechtliche Verantwortung
- simple Bearbeitung einer Teamarbeit
Im Gegensatz zum Eintritt in einen Pool, der nur vom Interesse am Arbeitsbereich abhängt, unterliegt der Eintritt in einen Arbeitskreis bestimmten Vorgaben.
Vernetzung der Arbeitsbereiche
Klar sind die einzelnen Pools und Arbeitskreise auch untereinander verbunden und tauschen sich und ihre Gaben aus.
Man könnte auch eine gemeinsame Homepage für alle Pools und Arbeitskreise erstellen – wo die Fäden zusammenlaufen. So sieht man, was gerade passiert, wer alles im Pool oder Arbeitskreis ist und findet damit auch leicht einen Ansprechpartner des jeweiligen Arbeitsbereiches aus der eigenen Region.
Ein Leib
Die einzelnen Arbeitsbereiche wissen, dass sie zwar verschiedene Funktionen erfüllen, aber zu einem großen Leib, zu Jesus gehören. Ihm zur Ehre und für die Verbreitung seiner rettenden Botschaft wirken sie zusammen, achten den anderen (Pool oder Arbeitskreis) höher als sich selbst und lassen sich gegenseitig voneinander prägen und leiten. Getreu nach 1. Korinther 19-27:
“Wäre alles nur ein Glied, wo wäre der Leib? So aber gibt es viele Glieder, jedoch nur einen Leib. Das Auge kann nicht zur Hand sagen: “Ich brauche dich nicht”; das Haupt nicht zu den Füßen: “Ich brauche euch nicht”. Im Gegenteil, gerade die scheinbar schwächeren Glieder des Leibes sind besonders notwendig. (...) Gott hat den Leib so zusammengefügt und dem im Nachteil Seienden besondere Ehre verliehen, damit keine Unordnung im Leib entsteht, sondern die Glieder einträchtig füreinander Sorge tragen. Leidet ein Glied, so leiden alle anderen Glieder mit; erfährt ein Glied Ehre, so freuen sich alle anderen Glieder mit. Ihr seid der Leib Christi und, als Teile betrachtet, seine Glieder.”
Anhang
Bibelstellen
Visionen und Werte
- Hebr. 4,12-13: Das Wort Gottes ist lebendig, es ist eine wirkende Macht. Es ist schärfer als das schärfste beidseitig geschliffene Schwert. So wie ein Schwert tief einschneidet, die Gelenke durchtrennt und das Mark der Knochen freilegt, so dringt das Wort Gottes ins Innerste von Seele und Geist. Es deckt die geheimen Wünsche und Gedanken des Menschenherzens auf und hält über sie Gericht. (GN)
- 2.Tim 3,16: Sie dienen dir aber auch bei deiner Aufgabe als Lehrer der Gemeinde. Denn jede Schrift, die von Gottes Geist eingegeben wurde, ist nützlich für die Unterweisung im Glauben, für die Zurechtweisung und Besserung der Irrenden, für die Erziehung zu einem Leben, das Gott gefällt. (GN)
- Eph. 4, 4-6: Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.
- 1.Joh 5,20: Wir wissen aber: Der Sohn Gottes ist gekommen und er hat uns Einsicht geschenkt, damit wir (Gott) den Wahren erkennen. Und wir sind in diesem Wahren, in seinem Sohn Jesus Christus. Er ist der wahre Gott und das ewige Leben.
- Jes. 53, 4-6: Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.
- Mt. 28, 19-20: Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
- Röm 8, 21-23: denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich ängstet. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes.
- Offb 20, 11-12: Dann sah ich einen großen weißen Thron und den, der auf ihm saß; vor seinem Anblick flohen Erde und Himmel und es gab keinen Platz mehr für sie. Ich sah die Toten vor dem Thron stehen, die Großen und die Kleinen. Und Bücher wurden aufgeschlagen; auch das Buch des Lebens wurde aufgeschlagen. Die Toten wurden nach ihren Werken gerichtet, nach dem, was in den Büchern aufgeschrieben war.
- Joh 11, 25-26: Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?
- Joh 20, 31: Was aber in diesem Buch steht, wurde aufgeschrieben, damit ihr festbleibt in dem Glauben, dass Jesus der versprochene Retter ist, der Sohn Gottes. Wenn ihr das tut, habt ihr durch ihn das Leben.
Leitung
- Phil 2,3+4:“Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst. Denkt nicht nur an eure eigenen Angelegenheiten, sondern interessiert euch auch für die anderen und für das, was sie tun” (NL).
- Lukas 22,26: “Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Kleinste und der Führende soll werden wie der Dienende.”(EÜ)
- 1. Tim. 5,1+2: Einen älteren Mann sollst du nicht grob behandeln, sondern ihm zureden wie einem Vater. Mit jüngeren Männern rede wie mit Brüdern, mit älteren Frauen wie mit Müttern, mit jüngeren wie mit Schwestern, in aller Zurückhaltung.
- 1. Tim. 3,2-7: Der Gemeindeleiter soll ein Mann sein, an dem es nichts auszusetzen gibt. Er darf nur einmal verheiratet sein. Er muss ein nüchternes Urteil haben, besonnen und charakterfest sein. Er muss gastfreundlich und ein guter Lehrer sein. Er soll kein Trinker oder gewalttätiger Mensch sein, sondern ein freundlicher und friedliebender Mann. Er darf auch nicht am Geld hängen. Er muss die Pflichten eines Familienoberhaupts vorbildlich erfüllen und Kinder haben, die ihn achten und ihm gehorchen. Denn wenn jemand seine eigene Familie nicht zu leiten versteht, wie kann er dann die Sorge für die Gemeinde Gottes übernehmen? Er darf nicht erst vor kurzem Christ geworden sein; sonst wird er stolz, und der Teufel wird im letzten Gericht gegen ihn auftreten, sodass Gott ihn verurteilen muss. Auch außerhalb der Gemeinde muss er in gutem Ruf stehen; es darf nichts Belastendes gegen ihn vorgebracht werden können. Sonst kann ihm der Teufel daraus einen Strick drehen.
- 1.Tim. 4,16: Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre! Verharre darin. Wenn du das tust, wird es sowohl dir als auch denen, die dich hören, zum Heil gereichen.
- 1.Thes 5,12-21: Wir bitten euch, Brüder: Erkennt die unter euch an, die sich solche Mühe geben, euch im Namen des Herrn zu leiten und zum Rechten anzuhalten. Achtet sie hoch und liebt sie wegen ihres Wirkens! Haltet Frieden untereinander! Wir ermahnen euch, Brüder: Weist die zurecht, die ein unordentliches Leben führen, ermutigt die Ängstlichen, nehmt euch der Schwachen an, seid geduldig mit allen! Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergilt, sondern bemüht euch immer, einander und allen Gutes zu tun. Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus gehört. Löscht den Geist nicht aus! Verachtet prophetisches Reden nicht! Prüft alles und behaltet das Gute!
Modellbausteine
- Apg 6,1-6: Doch als die Zahl der Gläubigen immer größer wurde, kam es auch zu Auseinandersetzungen. Diejenigen aus den griechischsprachigen Gebieten beschwerten sich bei den Hebräern, weil sie glaubten, dass ihre Witwen bei der täglichen Versorgung benachteiligt würden. Deshalb beriefen die Zwölf eine Versammlung aller Gläubigen ein. "Wir Apostel sollten unsere Zeit dazu nutzen, das Wort Gottes zu predigen und zu lehren, und uns nicht mit der Organisation der Mahlzeiten oder Ähnlichem beschäftigen", sagten sie. "Deshalb, Freunde, wählt unter euch sieben Männer mit gutem Ruf aus, die vom Heiligen Geist erfüllt sind und Weisheit besitzen. Ihnen wollen wir die Verantwortung für diese Aufgabe übertragen. Auf diese Weise haben wir Zeit für das Gebet und die Verkündigung von Gottes Wort." Dieser Vorschlag gefiel allen, und sie wählten folgende Männer: Stephanus - ein Mann voller Glauben und erfüllt vom Heiligen Geist, Philippus, Prochorus, Nikanor, Timon, Parmenas und Nikolaus aus Antiochien, der zum jüdischen Glauben übergetreten und jetzt Christ geworden war. Diese sieben wurden den Aposteln vorgestellt, und sie legten ihnen die Hände auf und beteten für sie. (Neues Leben)

