Protokoll Gentechnik

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  • Thema: Gentechnik. Warum müssen wir Jesus Freaks andauernd darüber sprechen, wer wir sind?
  • Datum/Zeit: 2007-05-18 14:00
  • Protokollnummer: 005

Diskussionsergebnisse und Empfehlungen:

Wir Jesus Freaks haben da was, das uns verbindet. Wir nennen es DNA, Wellenlänge, Style oder Mythos. Wir streiten uns über Strukturen, Theologien, Musik und Politik und trinken trotzdem Bier miteinander. Wir tragen Anzug oder besetzen Häuser, aber stören uns alle nicht, wenn jemand zu spät zum Gottesdienst kommt. Natürlich ist Jesus der Mittelpunkt, aber unser Charakter ist mehr. Wir könnten, wenn es da nicht noch etwas anderes als den lieben Gott bei uns gäbe, auch in irgendwelchen anderen Gemeinden sein. Sind wir aber nicht. Es wäre uns wahrscheinlich einfach zu langweilig. Irgendetwas verbindet uns Figuren, das auch JFI als Ganzes verbindet. Wir spüren es und können es doch nicht benennen. -Wie cool wäre es, wenn wir mit dem Finger auf Dinge oder Tatsachen zeigen und sagen könnten: "Das da, das ist FREAK!" Das geht aber nicht. Sicher ist nur: Dieses seltsame Etwas kommt nicht aus der Theologie, es kommt nicht aus der Biografie des Einzelnen, es kommt auch nicht aus Äußerem.

Freaks sind sehr sehr Individuell. Der antikapitalistische Basisdemokrat und der Auoritätsforderer sind sich darin einig, dass, egal, was die Jesus Freaks sind, ihnen nicht verbieten darf, sie selbst zu sein. Kein Freak würde auf Dauer eine Struktur dulden, die ihn einschränkt. Wir sind uns einig, dass wir anders sind. Das ist unser Konsens: "Ich bin ich selber und Jesus liebt mich so. Fertig." -So sehr sich das bis hier gut anhört, es ist auch der Grund, weshalb wir so leideschaftlich streiten. Jeder hat seine Meinung, trägt seinen Nietengürtel, sein Batik-T-Shirt, Sakko, Regenschirm, Ritterhelm oder Ratte mit Stolz. Und kann das auch nur bei den Freaks tragen.

Wir sind Jesus Freaks, weil Wir uns den Raum geben, wir selbst zu sein.

Und weil wir individuell und authentisch sind und doch gleichzeitig diesen großen Raum haben, können wir frei sein, uns kloppen, gute Musik machen, schrill und laut sein, Kopf und nicht Schwanz, Pioniere, Künstler, Idioten, Träumer, Brücke und Spinner. Wir prüfen alles und behalten das Gute. Nicht wie viele andere Fromme prüfen wir nur manches, sondern die ganze Kultur unserer Zeit, nehmen, was taugt und machen es besser und lachen über anderes. Wir können offener mit dem allem da um uns rum umgehen, weil wir den Rand von JFI nicht kennen, weil es da draußen zu gute Bands und zu coole Leute gibt, ohne die wir nicht können und weil es innerhalb von JFI zu viele Menschen gibt, mit denen wir gar nicht zurechtkommen. Vielleicht ist unser Gen, dass wir dauernd auseinanderbrechen könnten, es aber nie tun. Wir sind wir selbst und kommen ohne die Anderen trotzdem nicht aus. Unsere Authentizität ist genauso unser Problem wie sie unser Charakter ist. Freaks sind Individualisten, sie wollen nicht fremdbestimmt sein. Sie können deshalb nicht in anderen Gemeinden, aber auch fast nicht miteinander leben, wissen aber ganz sicher, dass sie mit Jesus leben wollen.

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