Protokoll Leiterverständnis

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  • Thema: (geistliches) Leiterverständnis
  • Protokollnummer:009
  • Datum/Zeit: 2007-05-18 11:00

Diskussionsergebnisse und Empfehlungen:

Leitungsverständnisse

  • sollen Hirten sein, Beziehung zu pflegen, Überblick über Gemeinde haben, das beste für sie und die Einzelpersonen wollen, schützen, lehren, mündig machen....(Hirte schützt und sorgt für Nahrung)
  • soll in Nachfolge Jesu führen nicht in Nachfolge von bestimmten Menschen
  • sollen Vorbild sein, dienen (zB Mutter Theresa)
  • sollen kritikfähig sein (lehren andere müssen also auch sich belehren lassen..Vorbild), Gemeinschaft Gemeinde und Leiter sollen gegenseitig geben und nehmen
  • wir nehmen oft Moses als Beispiel für Leitung obwohl Situation ganz anders ist: Volk Israel war sehr lang versklavt, es gewöhnt, unmündig behandelt zu werden, Anweisungen zu hören und zu folgen, sonst Strafe. Deshalb sagt es auch zu Gott als er direkt mit ihm sprechen will, dass es zu krass ist, und sie beauftragen Moses und die Kommunikation mit Gott an ihrer Stelle zu übernehmen---sehr starke Leiterfixierung, Gott spricht zu ihnen, so wie sie es brauchen in der Lebenssituation--wir leben heute in einer andere Situation!


in der Bibel gibt es viele unterschiedliche Verständisse von Leiterschaft, man sollte vorsichtig sein beim Argumentieren "so steht es in der Bibel"

  • Adam- soll sich Welt untertan machen
  • Moses- delegiert, gibt Verantwortung weiter
  • Richter- charismatische Persönlichkeiten, die nur in Erscheinung treten wenns Stress gibt
  • Könige- Monarchen
  • Propheten- Kritik- Macht (ICH höre von Gott)
  • Paulus- Kommunikationsmacht
  • Jesus- Autorität, Diener, Leiter, Leidender


Geistliche Leitung?

  • Leitung hat etwas mit Macht zu tun, Macht ist neutral, kann positiv oder negativ genutzt werden; mit Macht geht Verantwortung einher
  • Leitung hat verschiedene Dimensionen: geistlich, organisatorisch, repräsentativ, kommunikativ/integrativ--- alle können delegiert werden ausser geistliche Leitung, je mehr delegiert wird, desto effektiver ist sie
  • andere Meinung: geistliche und organisatorische sollte man nicht trennen, Begriff: "geistliche Leitung" überbewertet


Vielleicht wollen die Basisdemokraten und die Monarchie-Befürworter letzten Endes das gleiche?

Leute zu Jesus führen, nicht zu Menschen, immer wieder auf Jesus hinweisen, jeden Christen mündig machen, nicht Abhängigkeit zu Menschen herstellen


Gefahr der Personenzentrierung

  • Wenn es eine starke Leitungspersönlichkeit gibt, ist die Gefahr, dass Macht missbraucht wird, oder sie in die falsche Richtung läuft, größer.
  • "Priesterphänomen": die geistliche Leitung hört anstelle von mir auf Gott, und gibt es an mich/Gemeinde weiter-
  • Gibt allerdings in jedem Leiterschaftsmodell die Gefahr, kann jedes missbraucht werden,manche Strukturen begünstigen eben den Missbrauch kommt auf die Leute an, die die Positionen "besetzen"--- Dem kann nur entgegen gewirkt werden, wenn die Gemeinden zur Mündigkeit erzogen werden, und zum konstruktiven Kritisieren
  • Gemeinde muss immer wieder Möglichkeit kriegen, Leitung zu bestätigen oder nicht

Berufung, Charakter, Sozialkompetenz

  • Leitungsmodell sollte von Personen abhängig konstruiert werden, also nicht eine Struktur entwerfen, wozu es keine Personen gibt, die sie "besetzen", letzten Endes ist das Modell egal, kann jedes irgendwie ausgeführt werden, missbräuchlich oder zum Guten, je nachdem, wer leitet, und in jedem Modell kann jeder seinen Stil durchziehen (zB auch im demokratischen Modell kann es autoritäre Leitung geben)
  • Genauso wichtig wie Berufung ist Sozialkompetenz und Charakter-- (Bsp. aus Nürnberg: Berufung da, aber es ist an Charakter gescheitert)
  • 1. Timotheus 3 (anzustrebende Charaktereigenschaften eines Leiters); über Charakter lässt sich nicht viel dikutieren( steht in der Bibel) sondern über Ziele von Leitung
  • "Ich bin berufen und jetzt mit dem Kopf durch die Wand"....erinnert an einen Lemminganführer nicht an einen Hirten--Charakter und Sozialkompetenz fehlt

---wer im Kleinen treu ist wird auch im Großen treu sein...das prüfen, nicht nur Berufung

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